Montag, 9. Januar 2012

Rezension zu "Body Finder" von Kimberly Derting

Hallo ihr Lieben, wieder einmal hatte ich das Glück, über BloggDeinBuch einen Roman testlesen zu dürfen. Diesmal handelte es sich um das Buch "Bodyfinder: Das Echo der Toten" von Kimberly Derting. Erschienen ist es im Coppenrath Verlag und kann hier für 16,95€ bestellt werden.


Der Klappentext
Seit Violet ein kleines Mädchen ist, nimmt sie die Aura der Toten wahr. Wie magisch wird sie von ihnen angezogen, spürt ihre pulsierenden Echos unter der Haut vibrieren. Für sie ist diese Gabe jedoch alles andere als ein Geschenk - und nur widerwillig findet sie sich damit ab, dass sie die Einzige ist, die den Serienmörder aufhalten kann, der die kleine Stadt heimsucht, in der sie mit ihrer Familie lebt. Mithilfe ihres besten Freundes Jay macht sie sich auf die Suche. Aber dann passiert etwas, womit Violet nie gerechnet hätte: Sie verliebt sich in Jay. Und merkt dabei gar nicht, wie nahe sie dem Mörder bereits gekommen ist. Bis sie selbst zu seiner Beute wird.

Violet ist ein fast normales Teenager-Mädchen: sie geht zur Schule, mag Partys und verbringt ihre Freizeit gerne mit ihrem besten Freund Jay. Wenn da nicht ihre Gabe wäre. Denn Violet kann das Echo der Toten spüren - vor allem jener Menschen und Tiere, die eines gewaltsamen Todes gestorben sind. Dieses Echo können Farben sein, Geräusche oder Gerüche - und manchmal auch alles zusammen. Jedes dieser Echos ist einzigartig, und es haftet nicht nur den Leichen an, sondern auch ihren Mördern. Nachdem Violet schon als Achtjährige ihre erste Mädchenleiche gefunden hat, wissen auch ihre Eltern, Onkel und Tante und ihr bester Freund darüber Bescheid und versuchen sie zu beschützen. Violet sieht ihre "Gabe" natürlich nicht als Geschenk an, sondern sie macht ihr Angst und beunruhigt sie. Da sie allerdings lange Jahre nur noch tote Tiere im Wald entdeckt, beeinträchtigt sie ihr Leben auch nicht allzu stark.
Im Mittelpunkt des Buches steht vielmehr, dass sie entdeckt, sich in ihren besten Freund verliebt zu haben. Aber auch viele andere Mädchen in der Schule schwärmen für den gutaussehenden Jay, was Violet ziemlich eifersüchtig macht. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden, das vorsichtige Aneinander annähern, das gegenseitige Eifersüchtigmachen nimmt einen Großteil des Buches ein und erinnert stellenweise an Teeny-Romane wie die "Biss"-Serie. Immer wieder fragt man sich, wann sich die beiden denn nun endlich "kriegen". Das ist zwar ganz nett mitzuverfolgen, jedoch rücken Violets Gabe sowie die Mordserie dadurch ein wenig zu sehr in den Hintergrund, was ich persönlich sehr schade fand. Ich hätte mir noch viel mehr echte Thriller-Momente gewünscht, eine düsterere Atmosphäre, mehr überraschende Wendungen und vor allem - was gänzlich fehlt - mehr grausame Morddetails. Das klingt vielleicht komisch, aber ich bin nun mal ein Fan harter Thriller :-). Ich denke aber, das es eine große Fangemeinde gibt, die gerade die Teeny-Romanze zwischen Violet und Jay toll findet und das Buch vor allem deshalb gelesen hat. Wenigstens der Schluss bietet einiges an Spannung und ist überraschender, als ich gedacht hätte.
Zum Schreibstil kann ich nur sagen, er ist eher schlicht gehalten; das Buch liest sich schnell und flüssig nacheinander weg. Die Charaktere sind nicht allzu komplex und tiefgründig angelegt, vor allem Jay erschien mir etwas eindimensional, denn er ist einerseits der gutaussehende Mädchenschwarm und andererseits auch noch ein warmherziger, verständnisvoller Beschützer und Freund - ein bisschen zu viel Perfektion für meinen Geschmack.
Da "Bodyfinder" jedoch das erste Buch einer Reihe ist, bleibt zu hoffen, das in den nächsten Romanen die Thrillerelemente stärker zum Tragen kommen und Violet durch ihre Gabe noch vielen Mördern das Handwerk legen kann.

Meine Bewertung: drei von fünf möglichen Sternen.

Kommentare:

  1. Vielen Dank für die Rezension. Ich lese solche Bücher recht gern und vermute, dass dieser Thriller meinen Geschmack treffen könnte, auch wenn er dir etwas zu seicht war ;)

    LG

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  2. Ich sehe das alles ganz genauso du - viel zu stereotype Figuren und vor allem drängte sich diese Bezihung ziemlich in den Vordergrund...Schöne Rezension, kann ich nur zustimmen! :)

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